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Gesundheit
Zecken:
Bei 5°C konstanter Umgebungstemperatur in Bodennähe beginnt die Aktivität der Zecken. In der Regel streckt sich die Zeckenzeit von März bis Oktober.
Besonders wohl fühlen sich die lästigen Sauger während der feucht-milden Frühjahrsmonate und am Sommeranfang. Während ihnen der trockene Hochsommer weniger zusagt.
Zecken leben bevorzugt an langen Gräsern, in Sträuchern und im Unterholz.
Nach dem herabfallen auf einen passenden Wirt
( Tier oder Mensch ) suchen sie oft mehrere Stunden nach einem geeigneten Platz zum Festbeissen in die Haut. Die Krankheitsübertragung beginnt in unterschiedlichen Stadien der Nahrungsaufnahme.
Die Erreger der Frühsommer- Meningoenzephalitis
( FSME ) sind z.B. im Speichel der Zecken lokalisiert und können bereits während des Stechens in den Wirt abgegeben werden.
Die Erreger der Borreliose hingegen sind im Zeckendarm lokalisiert. Eine Infektion tritt am Ende der Blutmahlzeit auf, wenn die Zecke ihren Darm entleert.
Vorbeugender Zeckenschutz:
Hier sind in erster Linie Kombinationspräparate zu empfehlen, die sowohl vor Zecken als auch vor Flöhen schützen.
Das Spot on Produkt Advantix hat sogar eine Vierfach-Wirkung. Schutz vor Zecken, Flöhen, Stechmücken und Stechfliegen.
Advantix hat eine Wirkung von ca. 4 Wochen gegen Zecken und ca. 3 Wochen gegen die Auwaldzecke.
Frontline schützt 3 Monate gegen Flöhe und 4 Wochen gegen Zecken.
Ex-Spot schützt ca. 4 Wochen gegen Flöhe und Zecken.
Das Kiltix- Halsband schützt zuverlässig 7 Monate gegen Zecken und Flöhe.
Das Protectorband Scalibor schütz 6 Monate gegen Zecken und Sandmücken, 4 Monate gegen Flöhe.
Wir haben sehr gute Erfahrungen mit dem Spot On "Advantix" und dem Protectorhalsband "Scalibor" gemacht.
Diese Produkte haben eine andauernde abtötende und repellierende Wirkung.
Als Alternative werden Naturprodukte auf der Basis von ätherischen Ölen oder spezielle Anhänger mit aufgeprägter bioenergetischer Ladung angeboten.
Wichtig ist die gründliche Fellpflege des Hundes nach jedem Spaziergang.
Durch das Kämmen mit einem engmaschigen Kamm besteht die Möglichkeit Zecken bereits vor dem Stechen zu entfernen.
Durch Zecken übertragene Krankheiten:
Borreliose:
Überträger: Holzbock- Zecke
Erreger: bakterienähnliche Einzeller
Vorkommen: 20-25% aller Zecken tragen Borrelien in sich. Vor allem in Süddeutschland.
Symptomatik:
Akute Form ( selten ): entzündliche Schwellung der Bisswunde, ringförmige Hautrötung, Fieber, akute Hautentzündung, Lahmheit, Gelenk- und Muskelentzündung, Störungen des Nervensystems.
Latente Form ( häufig ): Infektionen bleiben wochen- bis monatelang unbemerkt, Fieberschübe, starke Störungen des Allgemeinbefindens, nervöse Störungen, Störungen im Bewegungsablauf, Lähmungen.
Die Therapie erfolgt mittels starker Antibiotika und soll in den meisten Fällen recht gut ansprechen.
Wichtig ist immer die rechtzeitige Behandlung.
Hunde- Anaplasmose:
Überträger: Holzbock- Zecke
Erreger: Virus
Krankheitsbild: Zerstörung der weißen Blutkörperchen
Vorkommen: 2-5% der einheimischen Zecken sind mit dem Virus infiziert ( regionale Durchseuchung z.T. bis 9% ).
Symptomatik: Fieber, Gewichtsverlust, Müdigkeit, Ödeme in den Gliedmaßen, Beeinträchtigung des Zentralen Nervensytems, Blutarmut, Gelenkentzündungen.
Babesiose ( Hundemalaria ):
Überträger: Auwaldzecke
Erreger: Virus
Krankheitsbild: Zerstörung der roten Blutkörperchen
Vorkommen: in weiten teilen Deutschlands. Eigendlich lebt diese Zeckeart im Mittelmeerraum. Aber auch bei uns ist sie heimisch geworden.
Besonderheit: sehr schnelle Verbreitung, da Nachkonmmen der infizierten Zecken auch infiziert sind.
Symptomatik: Häufig sind die Symptome derart schwer und heftig, daß nur eine akut und Intensivtherapie
( Bluttransfusion ! ) das Tier retten kann. Manchmal kommt jede Hilfe zu spät ( besonders bei der durchaus gegebenen Verwechslungsgefahr mit einer Vergiftung oder sonstigen Infektionen ).
Symptome sind Anämie und Gelbsucht, führt unbehandelt zum Tod nach wenigen Tagen.
Die Babesiose " Hundemalaria " breitet sich in Deutschland weiter aus.
1300 Tierarztpraxen meldeten in Deutschland für 2005 und in 2006 mehr als 2200 Fälle dieser extrem gefährlichen Hundekrankheit.
Knapp 900 Hunde wurden aus dem Ausland eingeführt, etwa 500 waren auf einer Auslandsreise. Über 800 Hunde wurden direkt in Deutschland infiziert.
Rechnet man diese Fälle auf alle deutschen Tierarztpraxen hoch, so dürfte die Zahl der jährlich an Babesiose erkrankten Hunde zwischen 3000-5000 liegen. Etwa jeder zehnte Hund starb trotz Behandlung.
FSME ( Frühsommer-Meningoenzephalitis ):
Überträger: Holzbock-Zecke
Erreger: Virus
Vorkommen: bodenseenahe, schweizerische Kantone, Österreich und wenige süddeutsche Gebiete
Symptomatik: Im Gegensatz zu uns Menschen, werden bei Haustieren nur äußerts selten FSME- ähnliche Symptome beschrieben, obwohl Untersuchungen ergaben, daß in einigen Gebieten gut 10% der getesteten Hunde einen deutlichen Antikörperspiegel gegen das Virus aufweisen, das heißt, infiziert wurden.
Die Symptome sind sehr variabel. Mattigkeit, Bewusstseinsbeeinträchtigung, Lähmungserscheinungen, Störungen des zentralen Nervensystems, Krampfanfälle.
Die Infektion verläuft oft mit wenig ausgeprägten Symptomen, daher wird die Krankheit in der Praxis oft nicht erkannt.
Ehrlichiose:
Überträger: braune Hundezecke
Krankheitsbild: führt zu einer Verminderung der Blutblättchen und damit zu Blutungsneigung
Symptome: Fieber, Appetitlosigkeit, Schlappheit und Vergrößerung der Lymphknoten.
Unbehandelt verläuft sie schwer bis tödlich.
Impfung gegen Borreliose:
Abzuraten ist das Impfen der Hunde gegen die von Zecken übertragende Bakterieninfektion, Borreliose.
Der Impfstoff schützt nur gegen einen kleinen Teil der hierzulande vorkommenden Borrelien, nützt also kaum.
Die Impfung gilt als besonders nebenwirkungsträchtig. Hundehalter beobachteten sogar epileptische Anfälle nach dieser Impfung.
Besser: Ein guter Zeckenschutz für Hunde.
Von vielen sehr unterschätzt werden die sog. Reisekrankheiten, die viele Hunde aus dem Urlaub aus südlichen Ländern mitbringen.
z.B.
Leishmaniose:
Sie wird von Sandmücken übertragen. Sie gilt in Deutschland noch als Reisekrankheit, es sind aber schon Einzelfälle aufgetreten von Hunden die sich in Deutschland infiziert haben.
Haut, Knochenmark, Nieren, Milz, Leber und Lymphknoten werden durch sie geschädigt. Sie verläuft chronisch bis tödlich.
Ein sicherer Schutz in gefährdeten Gebieten bietet das Protecthalsband Scalibor. Es muß aber einige Wochen vor Reisebeginn bereits getragen werden.
Diroflariose ( die Herzwurmkrankheit ):
Sie ist ebenfalls eine Reisekrankheit und wird durch bestimmte Stechmücken übertragen.
Die Herzwürmer können bis zu 20 cm lang werden und parasitieren in den Lungenaterien oder der rechten Herzkammer.
Zur Vorbeugung des Herzwurmbefall sollte man vor Reisebeginn das Spot on-Produkt advocat anwenden.
Hunde sollten von Februar bis Ende November und ganzjährig auf Reisen in südlichen Ländern vor Zecken- und Mückenstichen geschützt werden.
Im Gegensatz zu Zecken können Mücken ihre gefährlichen Erreger sofort mit dem Stich übertragen.